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Vogelgrippe erreicht die Region

Das Vogelgrippe-Virus hat jetzt offenbar auch den Landkreis Freising erreicht.
Bei mehreren Wildenten am Uppenborn Weiher bei Moosburg wurde das Vogel-Grippe-Virus nachgewiesen.Das bestätigte das Staatliche Gesundheitsamt Freising.
Unklar ist aber noch, ob es sich um den hochpathogenen Typ handelt.Das wird noch untersucht, sagt Eva Dörpinghaus vom Landratsamt Freising.Sollte sich der Verdacht bestätigen wird um den Uppenborn Weiher eine drei Kilometer Schutzzone mit Aufstallpflicht eingerichtet.
Das Landratsamt Landshut sagt, es bestehe kein Grund zu unmittelbarer Sorge, schon gar nicht zu einem hektischen Aktionismus – Geflügelhalter im Landshuter Raum sollten aber verschärft auf sogenannte Bio-Sicherheitsmaßnahmen achten, um zu verhindern, dass Erreger den Weg zu den Tieren finden.Dazu gehört vor allem, dass darauf geachtet wird, dass das eigene Geflügel nicht an Orten gefüttert und getränkt wird, zu dem auch Wildvögel Zugang haben. Auch ein Schutz des Geflügels vor einem direkten Kontakt mit Wildvögeln durch Unterbringung in Ställen ist nach Expertenmeinung empfehlenswert. Eine Pflicht zur Aufstallung besteht derzeit nicht.Zu den empfohlenen Bio-Sicherheitsmaßnahmen zählen natürlich auch Verhaltensweisen des Menschen: Geflügelhalter sollten sehr darauf achten, Schuhe und Kleidung zu wechseln, wenn sie in Ställe gehen oder sie wieder verlassen. Darüber hinaus sollten die Tierhalter darauf achten, dass der Kontakt betriebsfremder Personen mit ihrem Geflügelbestand auf das Allernotwendigste unter strenger Beachtung der betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen beschränkt bleibt.
Die Experten verweisen darauf, dass keinerlei Ansteckungsgefahr für Mensch, Haushund und –katze besteht. Tiere (zum Beispiel Jagdhunde) sollten nur ferngehalten werden von Vögeln – weil sie dem Virus als Transporteure zu Vogelpopulationen dienen könnten. Denn die Übertragung von Influenza A-Viren (Vogelgrippe-Viren) erfolgt in der Regel nicht über die Luft, sondern durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit verunreinigten, mit dem Virus kontaminierten Materialien wie Einstreu, Gerätschaften, Schuhwerk, Schutzkleidung sowie Fahrzeugen, erklären die Experten des Veterinäramts.Als gefährdet gelten in Niederbayern insbesondere die Gebiete mit Vogelbrut- und Rastgebieten. Davon gibt es gerade im Landkreis Landshut einige: Die Isar-Stauseen fallen darunter.