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Urteil im Tina Turner-Prozess erwartet

David gegen Goliath oder Niederbayern gegen Tina Turner.
Es geht um ein Plakat für ein Tina Turner-Musical.

Dieses Plakat hatte ein Passauer Konzertbüro aufgehängt.
Die echte Tina Turner hatte gemeint, dass es so aussieht, als würde sie selbst auftreten.
Der Fall ging vor Gericht und der Weltstar bekam Recht.

In zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Köln könnte es für das Passauer Konzertbüro besser laufen.
Heute fällt das Urteil – und es sieht so aus, als müsste sich Tina Turner auf eine Niederlage einstellen.

Anfang dieses Jahres hatte Tina Turner vor dem Kölner Landgericht ein Klageverfahren gegen einen bayerischen Tourveranstalter gewonnen.
Das Werbeplakat für die Show «Simply The Best – Die Tina Turner Story» darf demnach so nicht mehr verwendet werden.
Es könne fälschlich den Eindruck vermitteln, dass die echte Sängerin daran mitwirke, befand das Landgericht.

Gegen diese Entscheidung legte der Tourveranstalter Cofo Entertainment aus Passau Berufung ein.
In einer Verhandlung im Oktober machte das Oberlandesgericht deutlich, dass es dazu tendiert, dieser Berufung stattzugeben.
Begründung:
Die Show falle unter die Kunstfreiheit.
Sie sei als Kunst anzusehen, da die dargebotenen Lieder von einer Tina-Turner-Doppelgängerin gesungen würden.