Nach Ausschreitungen: Polizei nimmt Rädelsführer fest

Der Gewaltausbruch in der Asylunterkunft vor eine Woche hat Stephansposching bundesweit in die Schlagzeilen gebracht.
Heute ist dort wieder die Polizei angerückt.
Zu einer Kontrolle.
Dabei ist alles ruhig geblieben.
Keine Spur von Aggression, sagt die Polizei.
Bei der sogenannten Begehung ist ein Nigerianer festgenommen worden – er soll bei den Unruhen vor einer Woche einer der Rädlsführer gewesen sein.
Der Mann soll auch das Seitenfenster eines Polizeifahrzeuges mit den Füßen eingetreten haben.
Er wird heute im Laufe des Tages dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Deggendorf vorgeführt.
Zwei weitere Männer aus Nigeria sind in andere Unterkünfte verlegt worden – auch sie waren Rädelsführer bei den Ausschreitungen.

Bei einem 26-jährigen Mann aus Sierra Leone, der vollziehbar ausreisepflichtig ist, handelt es sich um einen sog. Dublin-Fall.
Er soll in das für das Asylverfahren zuständige EU-Land Italien überstellt werden.
Zur Vorbereitung hierauf wurde der Betroffene in Gewahrsam genommen.

Ebenfalls um einen Dublin-Fall handelt es sich bei einer 33-jährigen Frau aus Aserbeidschan, die vollziehbar ausreisepflichtig ist.
Sie soll ebenfalls nach Italien überstellt werden.
Auch sie wurde in Gewahrsam genommen.
Da die Frau bei ihrer Festnahme gesundheitliche Probleme bekam, wurde sie von einem Rettungsdienst zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.