Glück im Unglück im Landshuter Osten

Warum ist die Lage gestern am Landshuter Schweinbach so außer Kontrolle geraten?
Das fragen sich die Anwohner.
Denn bei Schweinbach gibt es ja Regenrückhaltebecken.
Die sollen sollen eigentlich verhindern, dass der Bach so stark anschwillt.
Laut der Feuerwehr Landshut haben die Becken das Wasser des ersten Starkregens auch zurückgehalten.
Insgesamt über 100 000 Kubikmeter.
Trotzdem gibt es gegen 19 Uhr schon erste Überflutungen.
Als es dann später nochmal heftig regnet, fließt das Wasser aus den vollen Rückhaltebecken direkt in den Schweinbach.
Mit Sandsäcken gelingt es aber Feuerwehr und THW, eine größere Überflutung im Landshuter Osten zu verhindern.

Die dortige Wohnbebauung liegt an den tiefsten Stellen rund drei bis vier Meter unterhalb der Dammkrone des Schweinbachs.
Da hier ein Überschwappen des Wassers und damit eine akute Gefährdung des Dammes nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, wurde hier mit mehreren tausend Sandsäcken der Damm erhöht.
Zusätzlich wurden mit weiteren Sandsäcken einige Anwesen gesichert.

Durch das schnell steigende Wasser und bereits einige leicht überströmte Stellen konnte gegen 23:30 auch ein Dammbruch nicht mehr ausgeschlossen werden.
Daher entschlossen sich die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen dazu, den Bereich des Wolfsbacher Weges zu evakuieren und bis auf einen Löschzug, alle verfügbaren Kräfte der Landshuter Feuerwehr nach Schönbrunn zu beordern.

Die von Polizei und Feuerwehr durchgeführte Evakuierung von über 50 Personen verlief völlig reibungslos.
Für sie wurde vom Rettungsdienste in der nahen Sparkassenarena eine Notunterkunft mit Betten, Verpflegung und Betreuung eingerichtet.
Durch die massive Dammsicherung gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Damm zu sichern und eine großflächige Überflutung des Wolfsbacher Weges zu verhindern.

Bis auf kleinere Probleme in Kellern und Garagen kann man hier am Ende dann doch von Glück im Unglück sprechen, heißt es von der Feuerwehr.

© Feuerwehr Landshut