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Gericht weist Klage von Sexualmörder ab

Der Joggerinnen-Mörder von Kelheim ist gescheitert. Heute Vormittag hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Klage des Sexualmörders abgeschmettert.
Geklagt hatte der Mann gegen seine nachträgliche Sicherungsverwahrung.Die Straßburger Richter gaben damit den deutschen Gerichten Recht.
Die hätten zu Recht angenommen, dass die psychische Störung des Mannes seine Inhaftierung rechtfertige, entschieden die Straßburger Richter.

Der Kläger war wegen des Sexualmords an einer Joggerin im bayerischen Kelheim zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, anschließend kam er in Sicherungsverwahrung. Die Tat ereignete sich 1997, der Mann war damals 19 Jahre alt. Seit 2013 ist er in einer speziellen Einrichtung untergebracht. Da dort eine passende therapeutische Behandlung angeboten werde, bewertete der Gerichtshof diese weitere Inhaftierung nicht als Strafe. Andernfalls hätte das Gesetz schon zum Zeitpunkt der Tat vorsehen müssen, dass eine Sicherungsverwahrung nachträglich angeordnet werden kann – was nicht der Fall gewesen ist.Für die Zeit davor will die Bundesregierung dem Mann freiwillig eineEntschädigung zahlen.