Behörden wollen Muttermilch untersuchen

Der Fund einer möglicherweise krebserregenden Chemikalie im Trinkwasser zieht immer weitere Kreise.
Jetzt will das Landratsamt Altötting auch die Muttermilch von Frauen aus der Umgebung untersuchen.
Die Chemikalie PFOA war vor zwei Jahren in Blutspenden aus der Gegend festgestellt worden.
Knapp 1000 Menschen aus dem Landkreis Altötting haben freiwillig Blutproben abgegeben, die nun auf den Stoff PFOA untersucht werden.
Junge Frauen können ab Mitte Juni ihre Muttermilch auf die Chemikalie untersuchen lassen.

Ergebnisse der Bluttests sollen voraussichtlich im Sommer vorliegen,
Bisher war von Herbst die Rede gewesen – was die SPD erst zu Beginn der Woche kritisiert hatte.

Der Stoff PFOA, der nach Experteneinschätzung eine Reihe von Krankheiten wie Krebs begünstigen könnte, war 2016 in Blutspenden aus der Gegend festgestellt worden.
Wegen der Belastung wurden bereits Trinkwasserbrunnen geschlossen und Aktivkohleanlagen eingebaut, um
das Wasser zu reinigen.
PFOA war bei Firmen im Chemiepark Gendorf in Burgkirchen an der Alz unweit von Altötting legal im Einsatz.