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Alkoholproblem der Gynäkologen-Gattin war bekannt

Im neu aufgerollten Totschlagsprozess gegen einen Gynäkologen haben gestern frühere Mitarbeiterinnen aus seiner Erdinger Arztpraxis ausgesagt.
Dem Gynäkologieprofessor wird vorgeworfen seine Ehefrau im Bad des gemeinsamen Hauses umgebracht zu haben.Der Angeklagte bestreitet dies vor dem Landgericht Landshut weiter.Laut Aussage einer Arzthelferin soll er ihr erzählt haben, dass er nicht mehr wisse, was er mit seiner alkoholkranken Frau machen soll.Am Tag an dem die Frau starb, soll ihr Mann die Arzthelferin noch damit beauftragt haben einen Leberspezialisten für seine Frau zu suchen.Andere Praxismitarbeiterinnen sagten aus, dass die Frau sehr dominant gewirkt habe.Der Chef habe schon sehr unter ihrem Pantoffel gestanden.
Der Prozess wird morgen fortgesetzt.
Die erste Strafkammer des Landgerichts Landshut hatte den Gynäkologen vom Vorwurf des Totschlags im Januar 2015 freigesprochen. Nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil aber kassiert hat, wird der Fall seit Ende April neu verhandelt.